Aktuelles

Radentscheid übergibt Mängelliste

Liste enthält über 140 Stellen in Schwerin

Bei unserem Treffen mit der Verkehrsverwaltung im November 2021 haben wir auch über die diversen Mängelmelder gesprochen und nachgefragt, was eigentlich mit diesen Daten passiert. Nicht viel bis dahin, und so haben wir vereinbart, diese Daten zusammenzufassen und aufzubereiten.

Grundlage waren der Wegedetektiv (nicht mehr online) vom Planungsverband Westmecklenburg. Dazu die RADar-Karte vom Stadtradeln und unsere eigene Schwachstellenkarte.

Aus den insgesamt ca. 200 Meldungen haben wir alle Dopplungen entfernt. Wir haben die Meldungen in ein einheitliches Design gebracht und mit einer Karte verknüpft. Und wir haben sie in drei Kategorien eingeordnet.

Diese Kategorien sagen etwas über den Aufwand, mit dem die Mängel beseitigt werden können. Übergeben haben wir diese Liste am 23. Februar 2022. Unser Ziel sind möglichst schnelle Verbesserungen für Radfahrende in Schwerin.

Beispiele für Kategorie 1

Kategorie 1 = leicht zu beheben
  • Markierungsarbeiten
  • Beschilderungen
  • Ampelschaltungen
  • kleine Ausbesserungen
  • Bordsteinabsenkungen
  • Poller und Schranken entfernen

Unüberlegte Bordsteinabsenkung – überflüssige und gefährliche Poller und Schranken – zu viele Bettelampeln

Beispiele für Kategorie 2

Kategorie 2 = mittelschwer zu beheben
  • Umsetzen von Ampelmasten oder Bushaltestellenschildern 
  • Reparatur von schlechten Wegabschnitten
  • Umwidmung von Parkflächen in Radwege

Ampelmasten auf Radwegen – schlechte Wegstücke – Radweg, der nach wenigen Metern im Nichts endet

Beispiele für Kategorie 3

Kategorie 3 = aufwändig zu beheben
  • geänderte Wegführung
  • Neubau von Radwegen
  • Neuverteilung von Verkehrsflächen
  • grundhafte Sanierung

Kopfsteinpflaster nicht für Radwege geeignet – schlechter Wegezustand – fehlender Radweg nach Neumühle

Alle gezeigten Beispiele findet Ihr mit weiteren Erläuterungen in der Mängelliste. Auf unserer Schwachstellenkarte könnt Ihr weiterhin Mängel eintragen. Wir wollen aber auch die positiven Veränderungen hier zeigen und werden Vorher-Nachher-Bilder veröffentlichen.

Radverkehrskonzept 2030 ist in Arbeit

Übersicht Innenstadt

Im Sommer 2020 startete die Arbeit am neuen Radverkehrskonzept für Schwerin. Inzwischen gab es einige Arbeitssitzungen, an denen auch der Radentscheid Schwerin teilnimmt.

Zum Fahrrad-Forum im November im Demmler-Saal wurden die bisherigen Ergebnisse vorgestellt. Als besonders schwierig erweist sich die Innenstadt von Schwerin, dazu gab es einen gesonderten Workshop im Oktober.

Hier ist die Innenstadt innerhalb des Rings aus Obotritenring und Werderstraße zu sehen. Die roten durchgezogenen Linien zeigen künftige Vorrangrouten, die sowohl in Breite als auch 

Fahrbahnbeschaffenheit wirklich den Anforderungen an den Radverkehr gerecht werden sollen.

Bisher noch gar nicht geklärt ist die Durchfahrung der Innenstadt in der Zeit von Mai bis September. Dafür liegt aber jetzt zum Obotritenring ein guter Kompromissvorschlag des Planungsbüros auf dem Tisch. Bisher war ja die Vierspurigkeit vehement von den Autofahrern verteidigt worden und die Zweispurigkeit als völlig unmöglich gesehen. Der neue Vorschlag sieht vor, dass die Autospuren auf drei reduziert werden und diese wechselseitig für den abbiegenden Linksverkehr genutzt werden. Damit ist Platz für eine regelkonforme Geschützte Radspur und einen dann den Fußgängern vorbehaltenen Gehweg.

Neue Ideen für den Obotritenring